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DER KATER IM HAUS
... erspart die Katze im Sack ...
(oder so...grins...)
 

Die Peggy wollte ja schon immer gerne ein Haustier haben, dummerweise aber eines von der Konkurrenz, nämlich einen HUND (man glaubt es kaum) !!!
Hier erzähle ich Euch nun, wie die Peggy und der Theo dann doch noch zu mir kamen...

Es war im Sommer 1996, als ich auf Umwegen ins Hause Ahr kam. Peggy und Theo hatten Besuch von einer Freundin, es gab Kaffee und Kuchen und man plauderte so über alles mögliche. "Ach", fing die Freundin mit glänzenden Augen Peggy zugewandt an. "Ich kriege eine Katze für mein Kind. Die Eltern einer Bekannten haben einen Bauernhof und da hat eine Katze Junge bekommen." Die Freundin grinste Peggy vielsagend an, Peggy warf einen Blick auf Theo, verwarf ihren Blitzgedanken aber sofort wieder. Theos Blick sagte schlicht und einfach: "Mir kommt kein Tier ins Haus!"
Die Freundin fuhr fort mit vielen Argumenten, die für eine Katze sprechen. Der Sohn hätte Verantwortung für das Tier, was sich auf seine Erziehung und sein späteres Leben ja sicherlich positiv auswirken würde. "Naja", überlegte Peggy. "Dieses Argument wird Theo ja wohl kaum davon überzeugen, dass wir auch dringend eine Katze brauchen...".
Sie startete aber trotzdem einen zarten Versuch, wusste sie doch, dass sie die Freundin auf ihrer Seite hatte.
"Haben die vielleicht noch eine Katze übrig, da auf dem Bauernhof?" Die Freundin lachte und nahm den Zaunpfahl, den Peggy schwang, sofort in die Hand. "Na klar!" rief sie. "Und die sind alle so süß, jedes Kätzchen sieht anders aus. Ich habe unseres schon ausgesucht. Wenn Du möchtest, fahren wir gleich mal hin und Du kannst Dir auch eins aussuchen."
Peggys Herz wurde weich - so nah war die Gelegenheit, so ein kleines Tierchen bald selbst im Haus zu haben. Theo blieb allerdings hart: "Ein Tier macht nur Dreck und Arbeit, außerdem fliegen dann überall Katzenhaare 'rum, das möchte ich nicht." Streng schaute er Peggy an. Da war wohl nichts zu machen. Da die Eltern ja auch im Haus wohnen, die noch weniger ein Tier haben wollten, würde es nicht viel bringen, noch zu drängeln.
Das Thema wurde gewechselt und Peggy legte diesen weiteren, ungezählten Versuch zu einem Haustier zu kommen, zu den Akten.

Am Abend des nächsten Tages saß Theo vor dem Fernseher und Peggy mit der Nase in einem spannenden Buch in einem anderen Zimmer, als das Telefon klingelte. Es war bereits 22.00 Uhr.
Die Freundin war dran. Mit leiser Stimme wies sie Peggy an, nicht viel zu reden, sondern nur mit "Ja" oder "Nein" zu antworten.
Sie erklärte ihr, dass sie die Katze nun doch nicht nehmen kann, da ihr "LAP" eine Allergie hat. Nun hatte sie aber mit der Bekannten vereinbart, die Katze am heutigen Abend abzuholen und wusste nicht, was mit dem Tier passiert, wenn es nicht geholt wird. Sie befürchtete das Schlimmste.
"Meinst Du nicht, Du könntest Theo doch noch überreden?"
"Ich würde die Katze sofort nehmen, nur schon allein aus dem Grund, dass sie vom Bauernhof weg ist. Was aber passiert, wenn ich die Katze mit nach Hause bringe, und kein Mensch sie haben will?"
Tausend Gedanken schossen Peggy durch den Kopf. Beide berufstätig, die Katze den ganzen Tag alleine, die Eltern, die auf keinen Fall ein Haustier haben wollen, man lebt ja nun doch - zwar in getrennten Wohnungen - zusammen und das bisher sehr harmonisch. Was würde Theo sagen, wenn er einfach vor vollendete Tatsachen gestellt wird?
"Du kommst jetzt zu mir", schlug die Freundin vor "und nimmst die Katze mit nach Hause. Wenn Du wirklich weder Theo noch Deine Eltern überzeugen kannst, werden wir schon jemanden finden, der das Tier nimmt. Aber dort dürfen wir es auf keinen Fall lassen."
Gesagt - getan !
Peggy erklärte Theo, dass sie schnell mal zu der Freundin müsse, die jetzt dringend was abholen müsste, das Kind aber nicht unbeaufsichtigt lassen will.

In einem alten Sektkarton brachte die Freundin ein kleines schwarz-weißes Fellbündel mit nach Hause, das jämmerlich maunzte.
DAS WAR ICH !!!
Es war so dunkel in dieser Kiste und ich wollte unbedingt raus!
Die beiden holten mich aus meinem "Gefängnis" und ich purzelte erst mal durch die Wohnung, schaute unter Schränke und das Sofa, wo ich dann auch erst mal blieb. Sicher ist sicher. Ist ja alles so neu hier und ich kannte die beiden Mädels ja auch noch nicht.
Irgendwann wurde es mir da unter dem Sofa dann doch zu langweilig und ich krabbelte wieder darunter hervor.
Sofort packte Peggy mich wieder in diesen doofen Karton, ich jammerte was das Zeug hielt während sie mich zum Auto trug. Da durfte ich glücklicherweise wieder raus und pflanzte mich dann auch gleich auf ihren Schoß.

Als Peggy in die Straße, die ab sofort mein neues zu Hause sein würde, einbog, sah sie, dass Theo schon alle Lichter ausgemacht hatte, also folglich schlummernd im Bett lag.
Sie würde mich einfach im Wohnzimmer auf die Couch setzen, überlegte sie, Theo dann wecken und ihn bitten, mit ins Wohnzimmer zu kommen.
Sie war sich sicher, wenn er mich erst mal sah, dann könnte er einfach nicht mehr nein zu mir sagen.
Dessen war ich mir auch sicher und fand diese Aktion total überflüssig.
Ich machte mich schon im Treppenhaus auf dem Wege in den zweiten Stock lautstark bemerkbar. Sollten alle doch wissen, dass ich jetzt da bin!
Da stand Theo auch schon an der Wohnungstür und ich merkte, wie Peggys Herz schneller schlug. Sie trug mich in ihrem T-Shirt nach oben.
In Erwartung einer Standpauke schaute sie Theo an und ihr wurde schon ganz schlecht. PAH! Da hatte sie die Rechnung aber ohne mich gemacht.
Wenn ich will, kann ich nämlich so was von goldig gucken, dass mir keiner widerstehen kann. Der Theo hat mich nur angeschaut ........

Seit diesem Moment bin ich der Chef in diesem Haus.
Ich betone IN DIESEM HAUS, denn Peggys Eltern hab' ich selbstverständlich auch 'rumbekommen.
Das hat zwar etwas länger gedauert, wie beim Theo, aber gut Ding will eben Weile haben ...hehe....


© P. Ahr

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